Ein unvergesslicher Fund im Spukhaus

Veröffentlicht auf 08/02/2020
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Paul Russel aus Pennsylvania hatte einen alten Verwandten, den er lange nicht gesehen hatte. Über Umwege hörte er, dass er gesundheitliche Probleme hat, und ganz allein sein. Also fühlte er sich verantwortlich ihm zu helfen. Doch mit den Folgen seiner Hilfsbereitschaft hätte er nie gerechnet. In seinem Leben hatte er sich nicht so erschrocken. Eine Achterbahn der Gefühle…

Ein Umzug mit Folgen

Der Verwandte war ein alter Mann von 82 Jahren, der schon lange an einer nicht diagnostizerbaren Krankheit litt, die ihn immer mehr aus Gefecht setzte. Bis dahin hatte er lange Jahre allein gelebt und für sich selbst gesorgt. Doch als sein Zustand immer schlechter wurde, war klar, er braucht Hilfe. Paul hörte von den Schwierigkeiten. Es war ein entfernter Onkel, sie hatten nie viel Kontakt gehabt. Aber er fühlte sich doch verantwortlich…

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Ein Umzug mit Folgen

Ahnungslos

Zusammen mit der Familie suchte Paul ein Pflegeheim aus, welches sich in ihrer Nähe befand, damit es keine Ausrede für Besuche gab. Man muss dazu sagen, dass der Kontakt zu dem Mann schon vor langer Zeit eingeschlafen war, und ihn keiner so richtig gut kannte. Das heißt, sie wussten auch nicht wie er all die Jahre gelebt hatte. Oder mit wem. Das Resultat war eine Reihe von ziemlich schrägen Überraschungen.

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Ahnungslos

Der erste Besuch

Erst beim Umzug stellte sich heraus, dass der alte Mann eine Katze namens Siam hatte. Wie der Name schon sagt, handelte es sich um eine bereist 17 Jahre alte Siamesische Katze. Genau, die mit den vielen Haaren. Paul, der selbst ein großer Tierliebhaber war, beschloss sich um sie zu kümmern. Im Pflegeheim sind Haustiere leider verboten. Also machte er sich auf den Weg zum Haus des alten Mannes.

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Der erste Besuch

Gespenstisch

Es dauerte nicht lange, nachdem Paul das Haus betreten hatte, als ihm klar wurde, dass dort nicht nur Siam auf ihn wartete. Aber erstmal musste er den Lichtschalter finden. Nachdem er im Dunkeln die ganze Wand abgetastet hatte, fand er zwar den Schalter, doch die Lampe ging nicht an. Nicht gerade das, was man sich in einem gottverlassenen Haus wünscht.

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Gespenstisch

Ein komischer Geruch

Also ging Paul zum Auto zurück, um seine Taschenlampe zu holen. Kaum hatte er sie angeknpist, stieg ihm dieser seltsame Geruch in die Nase. Ein übler Geruch. Er ließ den Kegel der Lampe durchs Zimmer schweifen und erschrak: Überall lag Müll, Kartons, Plasticksäcke und Undefinierbares. Er konnte kaum einen Schritt machen, ohne über etwas zu stolpern.

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Ein komischer Geruch

Verkratzte Fenster

Die Fensterläden waren alle heruntergelassen, doch an den Wänden sah er im Schein der Lampe seltsame Kratzspuren. Paul hatte außerdem das Gefühl, dass ihn im Dunkeln etwas beobachtete. Was kreuchte da herum: Waren es nur Mäuse oder Ratten? Er musste sich zusammenreißen, damit seine Fantasie nicht mit ihm durchging. Mit zugehaltener Nase atmete er tief durch den Mund ein.

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Verkratzte Fenster

Gänsehaut

Nocheinmal leuchtete er mit der Taschenlampe durch den Raum, und stellte fest, dass sich überall diese Kratzspuren befanden. An der Tapete, den Möbeln, manche hatte richtige Löcher. Nur von Siam war keine Spur. Wo war das Vieh bloß? Sie musste doch Hunger haben und Durst.

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Gänsehaut

Fluchtreflex

Der Kloß in seinem Hals wuchs, als er über den Korridor ins nächste Zimmer tappste. Immer wieder rief er den Namen der Katze und machte allerlei sanfte Geräusche um sie anzulocken. Gleichzeitig wäre er am liebsten stumm gewesen. Er hatte das Gefühl, dass er sich selbst in einem Horrorfilm sah, und hätte am liebsten gerufen: Lauf weg, so schnell du kannst! Auf der anderen Seite war ihm seine Furcht ganz schön peinlich. Was sollte er der Familie sagen?

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Fluchtreflex

Versteckspiel

Die naheliegende Idee war es, die Katze mit Futter zu locken. Also suchte Paul nach ihrem Napf, der sich unter jeder Menge Unrat in der Küche befand. Er füllte ihn mit Futter, das er in weiser Voraussicht mitgebracht hatte und rief sie erneut. Aber keine Katze! Wo hatte sie sich bloß versteckt, und wieso war sie so verängstigt?

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Versteckspiel

Der Keller

Paul wurde klar, dass er Siam nie finden würde in dieser Dunkelheit. Vorallem, wenn sie keinen Ton von sich gab. Das Haus war groß und verwinkelt, und überall lag Müll herum. Schweren Herzens machte er sich in den Keller auf. Er musste den Hauptschalter finden, um den Strom wieder einzuschalten. Doch schon am obersten Absatz hörte er ein Geräusch, das ihn fertigmachte…

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Der Keller

Winseln und Jammern

Es war ein schrilles Jaulen oder Wimmern. In der absoluten Stille fuhr es Paul tief ins Mark. Er versuchte das Geräusch zu orten und kehrte wieder um. Die Katze oder wer auch immer dieses furchtbare Geräusch von sich gegeben hatte, schien sich doch im Erdgeschoss zu befinden. Für einen Moment war Paul froh, nicht hinunter in den Keller zu müssen. Scheinbar kam es aus dem Badezimmer…

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Winseln und Jammern

Sich einen Ruck geben

Mit dem Fuß stieß er sanft die Tür des Badezimmers auf und stand vor dem zugezogenen Duschvorhang. Das war nun wirklich ein Setting wie aus dem Horror-Film. Aber Paul gab sich eine Ruck und zog den Vorhang beiseite. Tatsächlich saß dort die Katze. Sie schien verängstigt und hungrig. Und Paul vergaß sofort sein kleines Gruselabenteuer, um ihr zu helfen. Erstmal brauchte sie Futter und Wasser.

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Sich einen Ruck geben

Ist hier wer?

Als er gerade noch überlegte, wie er sich dem verängstigten Tier am besten näherte, hörte er ein weiteres Geräusch. Doch diesmal kam es aus dem Flur. Es hörte sich an wie ein Knurren. Wieder fror ihm das Blut in den Adern. Vor seinem inneren Auge stellte er sich einen tollwütigen Hund vor. Im besten Falle…

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Ist hier wer?

Zum Tierarzt

Naja, beruhigte er sich selbst. Vielleicht ist es nur ein Waschbär, der zum Fenster hineingeklettert war. Waschbären machen die seltsamsten Geräusche. Das würde auch erklären, wieso sich Siam in der Wanne versteckt hatte. Also öffnete er die Tür und leuchtete in den Flur. Der Anblick, der sich ihm bot, grub sich für immer in sein Gedächtnis ein.

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Zum Tierarzt

Was ist das für eine Kreatur?

Das war kein Waschbär! Aber was war es? Paul konnte sich kein Tier vorstellen, das so aussah. Im ersten Schrecken war er zurückgewichen, doch nun schoss die Kreatur an ihm vorbei und huschte die Treppe hinunter. Am liebsten wäre Paul einfach weggelaufen, aber da war Siam in der Wanne. Und außerdem musste er nun unbedingt wissen, was es mit diesem Spuk auf sich hatte.

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Was ist das für eine Kreatur?

Mutprobe

Trotzdem rief er erstmal seine Partnerin Jill an und bat sie mit ihm gemeinsam in den Keller zu gehen. “Ich glaube, ich bin verückt”, erklärte er ihr. “Ich brauche unbedingt einen Zeugen, für das was ich gesehen habe.” Als Jill kam, stiegen sie gemeinsam in den dunklen Keller hinunter. Dabei unterhielten sie sich laut, wie um sich gegenseitig Mut zu machen. Jill hatte ihren Partner noch nie so aufgelöst gesehen.

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Mutprobe

Das Zottelmonster

Langsam stiegen sie die Treppe hinunter, Staub kratzte in ihren Nasen, überall hingen Spinnweben. Das reinste Gruselhaus. Im Nachhinein erzählte Paul seiner Familie: Ich sah die Kreatur zuerst. Sie kauerte im Schein meiner Taschenlampe in einer modrigen Ecke. Wieder traute er seinen Augen nicht.

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Das Zottelmonster

Vielbeinig

Paul flüsterte Jill zu: Da sitzt es. Es sah staubig aus, und er meinte zu sehen, dass die Kreatur mehr als Beine hatte. Was war das bloß. Jill trat zögernd heran, auf alles gefasst. Dann sah sie es selbst. Paul musste sie nicht ansehen, um zu wissen, dass sie genauso geschockt war. Wie oft kommt es vor, dass man ein Lebewesen entdeckt, das man noch auf Fotos oder in einem Film gesehen hat. Ja, das man keiner Spezies zuordnen kann?

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Vielbeinig

Familienanschluss

Sie beruhigten sich nun, immerhin sah das Wesen harmlos, ja geradezu armselig aus. Sie ließen Siam erstmal mit allem versorgt in der Badewanne sitzen, packten das seltsame Tier vorsichtig in ein altes Laken und nahmen es mit nach draußen. Es hatte sich zusammengerollt, schien verängstigt, aber nicht aggressiv. Paul wollte es zum Tierarzt bringen. Er hatte immer noch keine Ahnung, was er da vor sich hatte.

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Familienanschluss

Haariger Oktopus

Als sie das verfilzte Bündel mit den tentakelartigen Beinen oder Armen auf dem Tisch des Tieratztes ablegten, verschlag es auch diesem die Sprache. Doch plötzlich schüttelte sich das Wesen, einige der seltsamen Anhängsel flogen durch die Luft und sie erkannten den Kopf der Kreatur…

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Haariger Oktopus

Entfilzen

Plötzlich wussten sie, was sie vor sich hatten. “Sowas habe ich noch nie erlebt”, sagte der Tierarzt. “Wir müssen das arme Dingen von diesen Haarwülsten befreien, es kann sich kaum bewegen.” Er gab ihm eine Narkose und das ganze Team half, die verfilzten Fellstränge abzurasieren. Nein, es handelte sich natürlich nicht um Tentakel, oder Beine. “Unser Team rasierte das verfilzte Fell komplett ab, man muss nicht erwähnen, dass das Tier sich natürlich jetzt viel besser fühlt”, postete der Arzt auf Facebook.

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Entfilzen

Sensibler Job

Nachdem der Arzt den Kopf des Tieres erkennen konnte, wusste er, was zu tun war. Es litt unter einem ungalublich Filz aus Fell. Es waren richtige Dreadlocks, die sich da gebildet hatten. Man musste kein Doktor sein, um zu erkennen, dass es darunter litt. Es konnte sich kaum bewegen, geschweige denn richtig atmen unter diesem Gewicht. Um dem Tier keine weitren Schmerzen zuzufügen, musste eine Narkose her.

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Sensibler Job

Taufe

Sie haben es schon erraten, oder? Das Tier war ebenfalls eine Katze. Ein Perserkater, der eigentlich viel Fellpflege braucht. Paul und seine Frau tauften das arme Ding “Hidey”. Weil es sich so gut versteckt hatte. Später stellte sich heraus, dass der alte Mann den zweiten Kater völlig vergessen hatte. Und das wohl über lange Zeit. Oder hatte er schlicht nicht mehr gut genug gesehen, um zu merken, was aus ihm geworden war? Ein haariger Oktopus!

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Taufe

Die Auflösung

Caitlin Lasky,  die Senior Marketing Kommunikations Managerin von der “Western PA Human Society” erklärte später auf Nachfragen der Presse: “Hidey war stark übergewichtig, und das erschwert es den Katzen sich selbst um die Fellpflege zu kümmern. So entstand diese Matte an Fell.” Was für eine traurige Geschichte. Natürlich ist es toll, wenn sich alte einsame Menschen Haustiere anschaffen, um nicht mehr so einsam zu sein. Aber wenn sie sie nicht mehr richtig pflegen können…

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Die Auflösung

Ende gut, alles gut

Obwohl die Tierärzte erklären konnten, wie es zu der unglaublichen Fellmatte gekommen war, waren sie doch völlig entsetzt. In so einem Ausmaß war ihnen das noch nie untergekommen. Nachdem Hidey sorgfältig rasiert worden war, kam ein überaus dicker, aber doch hübscher Kater zum Vorschein. Jetzt musste er nur noch behutsam auf Diät gesetzt werden, damit er sich endlich wieder bewegen konnte wie eine Katze.

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Ende gut, alles gut

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